Mit Ihren Firmendaten in der Cloud leben CIA und NSA wie im 7. Himmel

Aus IT-Services Dipl.-Ing. Andreas Gross
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Der Trend geht immer mehr ins Internet. Statt seine Programme auf lokalen Rechnern oder im firmeneigenen Netz zu betreiben, gehen immer mehr Firmen in die "Cloud". Die Anbieter wie Amazon, Google und Co schwärmen über die Möglichkeiten wie von einem Himmelreich. Aber die Wahrheit sieht düster aus: denn gierige Regierungen und deren hauptberuflichen Geheimniskrämer können den Rand nicht voll kriegen: sie greifen über die grossen, meist amerikanischen Anbieter der Serverdienstleistungen direkt auf Ihre Zugangsdaten zu und können damit als Systemadmin auf Ihren "Server in den Wolken" zugreifen. Die weit propagierte Idee, diese Server und Ihre Daten seien sicher, entpuppten sich kürzlich als Luftschlösser:

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Die Onlineausgabe der Wirtschaftswoche berichtet am 6. Aug. 2011: [1]

Datenspeicherung: Google-Server in Europa vor US-Regierung nicht sicher

Google bestätigt Abfragen von Nutzerdaten durch US-Geheimdienste. Auch europäische Google-Server seien nicht ausgenommen.

Der amerikanische Internetkonzern Google ist in der Vergangenheit mehrfach dazu aufgefordert worden, Daten seiner Nutzer US-Geheimdiensten zu überlassen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber der WirtschaftsWoche. Auch Google-Server in Europa seien kein Schutz davor.

Die US-Regierung könne "auf außerhalb der USA gespeicherte Daten zugreifen". Der Konzern habe schon viele solche Abfragen erhalten, schreibt ein Sprecher des Unternehmens. Google prüfe sie aber immer sehr genau. Der Internetriese ist wie alle amerikanischen Unternehmen unter anderem durch das Antiterrorgesetz Patriot Act zur Weitergabe der Daten an US-Behörden verpflichtet. Sie werden beispielsweise beim auf elektronische Spionage spezialisierten Geheimdienst National Security Agency (NSA), einem der größten Datenarchive der Welt, gespeichert und ausgewertet.

Hier wurde gerade veröffentlicht, dass Google ca eine Millionen Server betreut, ein Prozent aller Rechenzentren:[2]. Also sind Millionen Nutzer im Griff dieser Mächte. Millionen Fliegen können nicht irren: Leute esst Scheisse.

Ich weiss nicht, ob kleinere Anbieter in der Schweiz eine grössere Sicherheit bieten. Aber bei den Ami-Dienstleistern ist man in jedem Falle ein offenes Buch.

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